Fonterutoli


Der historische Ort Fonterutoli, früher einmal Teil des militärischen Schutzwalls von Florenz, liegt nur wenige Kilometer entfernt von Castellina in Chianti. Der Blick fällt bis nach Siena, wo man deutlich die Umrisse des Domes und den Torre del Mangia erkennen kann.
Weil Fonterutoli seit Jahrhunderten den Marchesi Mazzei gehörte, sind die wenigen Häuser und die Kirche San Miniato fast unverändert erhalten geblieben, ebenso eine Villa, die Ende des 16. Jahrhunderts an Stelle der ehemaligen Trutzburg entstanden ist. Die Zeit scheint also stehen geblieben zu sein und die Architektur aus dem späten Mittelalter fasziniert bis heute.

Fonterutoli und die Legende vom Gallo Nero


Fonterutoli war in den Jahren 1202 und 1208 der Schauplatz zweier Friedensverhandlungen zwischen Florenz und Siena, nach denen schließlich das Gebiet des Chianti den Florentinern zugesprochen wurde. Dazu erzählt man sich folgende Legende: In den ersten Jahren des 13. Jahrhunderts waren die beiden toskanischen Städte zermürbt von den Kriegen um das Chianti. Deshalb beschlossen sie folgende Lösung: Die Grenze zwischen beiden sollte genau an dem Punkt liegen, an dem sich zwei Ritter träfen, die jeweils beim ersten Hahnenschrei in ihrer Stadt losgeritten seien.
Die Florentiner vertrauten auf einen schwarzen Hahn, einen „gallo nero“; ihn ließ man hungern, damit er schon vor Tagesanbruch krähen sollte. So konnte der Ritter aus Florenz mit großem Vorsprung aufbrechen und das Zusammentreffen ereignet sich genau in Fonterutoli, mit Blick auf das nahe Siena.
Wahre Geschichte oder nur Legende? Tatsächlich verlegte Florenz die Grenze bis nach Fonterutoli, das auf einer Linie mit Castellina, Radda und Gaiole liegt und begründete hier die „Lega Militare e Amministrativa del Chianti“. Sie machte den Gallo Nero zu ihrem Symbol.

Lob der Vielfalt


In Fonterutoli befindet sich ein einzigartiger, steiniger Boden, der durch den natürlichen Zerfall des typischen Kalk- und Sandsteine aus uralten Sedimentschichten entstanden ist. Die Mazzei schafften es in jahrhundertelanger Arbeit aus diesem felsigen, trockenen Grund eine edle Lage werden zu lassen, in der die Vielfalt heute ein Leitmotiv ist.

Fonterutoli erstreckt sich über insgesamt über 650 Hektar, davon sind nur 117 mit Wein bepflanzt. Diese Flächen sind in fünf Zonen gegliedert, deren Höhe von 220 bis hinauf zu 550 Metern über dem Meeresspiegel reicht; insgesamt werden 120 einzelne Parzellen bewirtschaftet. Sie sind harmonisch eingebettet in andere Pflanzungen, Felder und den eigenen Wald, in dem eine vielfältige Fauna aus Wildtieren lebt.
Alle Trauben werden von Hand geerntet; der Ertrag jeder einzelnen Parzelle wird separat gekeltert und in Holzfässern gereift. So zeigt sich am Ende die Vielfalt an Aromen und der im großen Reichtum an charakteristischen Geschmacksnoten.

Hochwertigkeit aus Prinzip


Die Hochwertigkeit der Weine aus Fonterutoli wird weltweit geschätzt und setzt Maßstäbe im gesamten Anbaugebiet des Chianti Classico.
Anerkannt ist auch die hohe Qualität des Olivenöls der Mazzei. Das Extra Vergine di Oliva Chianti Classico DOP Castello di Fonterutoli begeistert durch seine Feinheit und Ausdrucksstärke. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel der hiesigen Olivensorten Leccino, Moraiolo und Pendolino, die alle auf dem Gut wachsen. Ihre Früchte werden in der eigenen Olivenmühle, unter Ausschluss von Sauerstoff, kalt gepresst.
Eine große Passion von Carla Mazzei ist der Lavendel. Sie hat ihn nach Fonterutoli gebracht, wo heute aus seinen Essenzen eine ganze Kosmetiklinie geschaffen wurde. Sie trägt Namen der Padronin: “Carla Mazzei“